Meister auf 100 Tasten

Ein Bericht über die Text-Erfassung
und das Korrektorat bei einer Zeitung

Die Erfassung

Sie sind Meister im Umgang mit rund 100 grauen und roten Tasten auf ihrem Keyboard. Die Rede ist von den Anzeigen- und Texterfassern. 7 1/4 Stunden pro Arbeitstag sorgen sie für die Verarbeitung von Skizzen, Buchstaben und Zahlen. Damit sie aktiv werden können, muss es eine Vorlage geben. Im Anzeigenbereich bringen. Anzeigenberater oder auch Kunden ihre Ideen für ein Inserat zu Papier. Sie geben an, welche Größe, welche Schriftart, Welchen Rahmen, welche Farbe, welches Raster, welchen Zeilenabstand sie wo haben wollen. Also eine ganze Menge Informationen. Sie in die Wirklichkeit umsetzen, danach eine Annonce „zu bauen“, ist die Kunst der Mitarbeiter mit den flinken Fingern. Eine Schwierigkeit besteht darin, dass sie das Ergebnis ihrer Eingabe nicht am Bildschirm sehen. Stattdessen müssen alle umdenken. Statt Striche oder Zeichen werden Codes, Zahlenreihen und Befehle eingegeben. Dazu wird ein perfekter Umgang mit dem „atex“-System vorausgesetzt. Denn außer Genauigkeit spielt auch die Schnelligkeit eine entscheidende Rolle. Denn was nützt es, dass zwar alle Anzeigen schön aussehen, wenn sie nicht vor Druckbeginn fertig werden und so nicht am gewünschten Tag erscheinen können? Während der Arbeitszeit werden die Erfasser mit Anzeigenaufträgen nur so bombardiert. Denn außer der eigenen Zeitung übernehmen Verlage heutzutage oftmals auch das Setzen fremder Publikationen. Für Arbeit ist also gesorgt. Wenn die Anzeige fertig ist, schicken die Mitarbeiter die Daten zum Belichter, der das Inserat auf einer Papierfahne „ausspuckt“. Die wandert mit dem Auftrag weiter ins Korrektorat (s.u.) und bei Fehlern wieder zurück. Wenn alles o.k. ist, endet die „Reise“ in der Montage. In der Texterfassung läuft dasselbe Spiel, nur mit dem Unterschied, dass das Erfasste in der Regel nicht sofort zum Belichter geschickt wird. Der Text wandert zurück zum Layouter, erst danach wird die ganze Seite belichtet. In der Regel geben die Mitarbeiter in der Erfassungsabteilung auf Papier getippte Artikel, Agenturmeldungen, aber auch die Fließsatzanzeigen und Amtliche Bekanntmachungen ein.

Das Korretorat

Unverzichtbares Glied in der Kette der Zeitungsherstellung ist das Korrektorat. Hier werden alle Texte und Anzeigen gelesen, die später in der Zeitung erscheinen. Jeder Rechtschreib- und Grammatikfehler wird angestrichen; bevor die Seite montiert wird. Die meisten orthographischen Unzulänglichkeiten bemerkt die „ditect“-Funktion des „atex“-Textsystems. Doch bei Spezialwörtern, Wortneuschöpfungen oder eingedeutschten Begriffen ist das Rechtschreibprogramm überfordert. Hier wird wieder einmal deutlich, dass der Mensch trotz EDV unverzichtbar bleibt. Doch Fehler schleichen sich auch beim „Abschreiben“ von einer Vorlage ein. Daher gehört zu einer korrekten Korrektur auch der Vergleich mit dem Original. Wenn beispielsweise bei Namen Unklarheiten bestehen, werden schon einmal die Örtlichen Telefonbücher der Deutschen Telekom zur Hilfe genommen oder Internetrecherchen durchgeführt.

Empfehlenswerte Verweise

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http://www.ego-rockt.de/